Unsere Pflegephilosophie

Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt: Wir stellen die BewohnerInnen mit ihren
persönlichen Bedürfnissen in den Vordergrund unserer Arbeit. Pflege und Betreuung bedeutet für uns, all jene Aufgaben zu übernehmen,
die die BewohnerInnen aufgrund ihres Alters, ihrer Krankheit oder sonstigen Lage nicht mehr selbstständig
durchführen können. Dabei passen wir die Betreuung und Pflege an die individuellen Bedürfnisse unserer BewohnerInnen an.
Wir wahren und fördern die persönlichen Fähigkeiten, sowie die Privatsphäre und bieten die notwendige Unterstützung.

Mäeutik

Wir pflegen und betreuen nach dem Mäeutischen Modell der erlebensorientierten Pflege. Ursprünglich wurde das mäeutische Pflegemodell in den 1990er Jahren von Dr. Cora van der Kooij (NL) für die Zielgruppe dementer alter Menschen entwickelt. Das Modell ist ganzheitlich und schließt gängige Konzepte wie Validation, Basale Stimulation, Realitätsorientierung udgl. mit ein. Das Mäeutische Betreuungs- und Pflegekonzept basiert auf den Bereichen Beziehung, Situation, Intuition und deren Wechselwirkungen auf BewohnerInnen und Pflegekräften.

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Im Sinne des Betreuungs- und Pflegemodells der Mäeutik setzen wir im BAPH Kallham das System der Bezugspflege um. Pflegekräfte bauen zu den Bewohnerinnen und Bewohnern ein besonderes zwischenmenschliches Verhältnis auf. Unsere MitarbeiterInnen fungieren als Bindeglied und Ansprechpartner zwischen BewohnerInnen und deren Angehörigen, sowie Dritten.

Palliative Pflege

Ein sehr wichtiger Aspekt in unserer Arbeit ist die Begleitung von schwerkranken und sterbenden Bewohnern und deren Angehörigen. Wir legen sehr viel Wert auf eine würdevolle Betreuung und Pflege, bei der der Mensch bis zum Schluss im Mittelpunkt steht.

Durch die gute Zusammenarbeit mit unseren Hausärzten und unseren fachlich gut ausgebildeten MitarbeiterInnen können wir eine entsprechende palliative Betreuung durchführen. Weitere Informationen zum Thema Palliativversorgung erhalten sie hier: -> Österreichische Palliativgesellschaft

Validation

Validation wurde für Menschen entwickelt, die 80 Jahre oder älter sind, die keine psychiatrische Vorgeschichte haben und bei denen die Desorientierung keine Folge einer körperlichen Erkrankung ist.

Bedeutung der Validation: Das Gefühl, das du nach außen trägst ist wahr, ist gültig. Und ich erkenne es an.

Der Psychologe Erik H. Erikson entwickelte eine Theorie von verschiedenen Lebensstadien und Aufgaben. Seine Theorie besagt, dass ein Mensch im Laufe seines Lebens unterschiedliche Stadien durchläuft und dabei bestimmte Lebensaufgaben zu lösen hat. Bleibt eine Aufgabe in den jeweiligen Stadien ungelöst, so wird diese in das nächste Stadium mitgenommen. Die Sozialarbeiterin Naomi Feil holte die Validation 1990 von Cleveland (USA) nach Europa - sie entwickelte diese Pflegetechnik.

Vereinfacht gesagt trägt die Validation dazu bei, bspw. das Selbstwertgefühl der desorientierten, alten Menschen wiederherzustellen oder hilft chemische und physische Zwangsmittel zu reduzieren. Zusätzlich trägt es dazu bei, Energie und Freude zu forcieren.